Das bedeutet eine gewaltige Veränderung in der iranischen Energiepolitik, sagte Saman Mirhadi, der Regierungsverantwortliche für Solarenergie-Projekte, kürzlich der Nachrichtenagentur Associated Press. Mit durchschnittlich 300 Sonnentagen im Jahr gehöre Iran zu den am meisten begünstigten Ländern für die Nutzung von Solarenergie weltweit.
Selbst im ölreichen Nahen Osten ist der Iran mit seinen 77 Millionen Einwohnern ein herausragendes Reservoir fossiler Energie. Hier befinden sich die viertgrößten Ölreserven und die größten Erdgasvorkommen weltweit. Trotzdem rückt die Solarenergie mehr und mehr ins Zentrum staatlicher Energiepolitik.
Bisher wurden an etwa tausend Orten überall im Iran Solaranlagen vor allem auf Dächern von Moscheen, Schulen und sonstigen staatlichen Gebäuden installiert. Außerdem wurden kürzlich Gesetze und Verordnungen zur Förderung einheimischer und ausländischer Investitionen in erneuerbare Energie erlassen. Die Förderung bezieht sich darüber hinaus auch auf abgelegene Bereiche wie die Forschung zum Einsatz der Solarenergie für den Betrieb von Autos. So nahmen diesen Monat einige iranische Studenten an einem Wettbewerb solarbetriebener Automobile in den USA teil.
Das größte Hindernis für den Einsatz von Solarenergie resultiert nach wie vor aus der staatlichen Subventionierung des Benzinpreises. Allerdings hat eine moderate Preisanhebung im März dieses Jahres in Verbindung mit ständig sinkenden Preisen für Solaranlagen die Attraktivität der Sonnenenergie erhöht